Bunte Eier im Osternest – woher stammt diese Tradition?

25. Apr 2024 / SWG-Team

Das Team der SWG wünscht Ihnen und Ihren Familien ein frohes Osterfest mit viel Sonnenschein, einem fleißigen Osterhasen und fröhliche Feiertage.

Bunte Eier hat es bereits im alten Ägypten gegeben. Auch im antiken Rom und Griechenland war es Brauch, bunte Eier aufzuhängen oder zu verschenken. Eier standen schon damals für Fruchtbarkeit, Wiedergeburt und neues Leben. Als Symbol für das Leben und die Auferstehung wurden sie im frühen Christentum den Verstorbenen als Beigabe mit ins Grab gelegt.

Der Brauch, Eier einzufärben, hat in Europa allerdings erst im 13. Jahrhundert Einzug gehalten und sich insbesondere im Christentum gerade in der Osterzeit entwickelt. Das Küken, das frisch aus dem Ei schlüpft, erinnert an die Auferstehung Jesu am Ostersonntag. Deshalb ist das Ei für die Christen ein wichtiger Bestandteil des Osterfestes. Im Mittelalter wurde vom Aschermittwoch bis zum Karfreitag, der Kreuzigung Jesu, eine strenge Fastenzeit eingehalten. Während dieser Periode durften Eier ebenso wenig gegessen werden wie Fleisch. Jedoch legten die Hühner, die damals auf den Höfen lebten, unbeeindruckt dieses Brauches auch in der Fastenzeit Eier. Damit diese ohne Kühlschrank nicht verdarben, wurden sie durch Kochen länger haltbar gemacht. Und um diese später von den frischen Eiern unterscheiden zu können, wurden sie eingefärbt. Traditionell wurde dabei die Farbe Rot verwandt. Sie stand für das Blut Jesu Christi und sollte an seinen Opfertod am Kreuz erinnern.

Erst später kamen andere Farben wie Grün, Blau, Gelb und Schwarz hinzu. Zur Färbung wurden dabei Pflanzen / Pflanzenteile wie Rote Bete, Spinat oder Zwiebelschalen verwandt. Eier aus der Karwoche galten dabei als besonders heilig. Die Tradition des Eierfärbens ist uns bis heute erhalten geblieben. Egal mit welcher Technik die Eier in Ihrem Osternest verschönert wurden. Ob Groß oder Klein – alle Menschen freuen sich über hübsch hergerichtete, bunte Osternester. Dabei darf natürlich eines nicht fehlen – das Schokoladenei.